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Make.com Workflow erstellen: Deine erste Automatisierung in unter 20 Minuten
Du hast von Make.com gehört, vielleicht schon einen Account – und stehst jetzt vor einer leeren Leinwand und weißt nicht, wo du anfangen sollst. Kein Problem. In dieser Anleitung baust du Schritt für Schritt dein erstes echtes Szenario, das danach von allein läuft. Kein Code, kein Vorwissen.
Wir nehmen ein Beispiel, das fast jeder gebrauchen kann: Neue Formular-Antwort → Zeile in Google Sheets → Benachrichtigung an dich. Das Prinzip überträgst du danach auf alles andere.
Was du brauchst: Einen (kostenlosen) Make-Account, ein Formular-Tool (z. B. Tally) und einen Google-Account. Mehr nicht. Zeit: ~20 Minuten.
[Screenshot: Leeres Make-Szenario mit dem großen „+"-Button in der Mitte]
Kurz vorab: Wie Make „denkt"
Make verbindet Apps über Module auf einer Leinwand. Jedes Modul macht eine Sache. Du verkettest sie von links nach rechts:
- Trigger (das erste Modul): startet das Szenario – z. B. „es kam eine neue Formular-Antwort".
- Aktions-Module (danach): tun etwas mit den Daten – z. B. „schreibe eine Zeile in Sheets".
- Mapping: du sagst Make, welches Feld aus Modul 1 in Modul 2 landet.
Mehr ist es im Kern nicht. Los geht's.
Schritt 1: Neues Szenario anlegen
Logge dich bei Make ein und klick links auf Scenarios → „Create a new scenario" (oben rechts). Du landest auf einer leeren Leinwand mit einem großen Plus-Kreis in der Mitte. Das ist dein erstes Modul – der Trigger.
[Screenshot: „Create a new scenario"-Button oben rechts]
Schritt 2: Den Trigger wählen
Klick auf den Plus-Kreis und such nach deinem Formular-Tool (z. B. Tally). Wähle als Trigger „Watch Responses" (oder bei anderen Tools „Watch new submissions").
Beim ersten Mal musst du Make mit deinem Formular-Konto verbinden (Connection anlegen) – ein Klick, einmal autorisieren, fertig. Danach wählst du das konkrete Formular aus, das überwacht werden soll.
Tipp: Triggers gibt es in zwei Sorten – Instant (per Webhook, reagiert sofort) und Polling (Make schaut alle paar Minuten nach). Instant ist sparsamer und schneller. Wenn dein Tool es anbietet, nimm es.
[Screenshot: Modul-Suche mit eingegebenem „Tally" und der Option „Watch Responses"]
Schritt 3: Das Aktions-Modul hinzufügen (Google Sheets)
Fahr mit der Maus über den rechten Rand des Trigger-Moduls – es erscheint ein kleiner Anker zum Verbinden. Klick drauf und füge Google Sheets → „Add a Row" hinzu. Verbinde auch hier einmal dein Google-Konto.
Wähle dann die Tabelle und das Tabellenblatt, in das geschrieben werden soll. Make liest die Spaltenüberschriften deiner Tabelle aus und zeigt sie als Felder an.
[Screenshot: Google-Sheets-Modul „Add a Row" mit ausgewählter Tabelle]
Schritt 4: Mapping – Daten verbinden
Jetzt kommt der wichtigste (und anfangs verwirrendste) Teil. In den Sheets-Feldern klickst du ins Eingabefeld – es öffnet sich eine Liste mit allen Daten aus dem Trigger (Name, E-Mail, Nachricht …). Klick das passende Feld an, und Make setzt einen farbigen „Datenchip" ein.
Beispiel: - Sheets-Spalte Name ← Trigger-Feld Name - Sheets-Spalte E-Mail ← Trigger-Feld Email - Sheets-Spalte Nachricht ← Trigger-Feld Message
Das ist „Mapping": Du sagst Make, welcher Wert wohin fließt. Genau so funktioniert später jedes Szenario.
[Screenshot: Mapping-Ansicht mit farbigen Datenchips aus dem Trigger im Sheets-Modul]
Schritt 5: Eine Benachrichtigung anhängen (optional, aber nützlich)
Häng ein drittes Modul an, z. B. Slack, Telegram oder Email → Send an email. Im Nachrichtentext mappst du wieder Trigger-Daten rein, etwa: „Neuer Lead: {{Name}} ({{Email}})". So erfährst du sofort, wenn jemand das Formular ausfüllt.
Faustregel fürs Sparen: Jeder Modul-Schritt kostet bei Make einen Credit pro Lauf. Häng nur an, was du wirklich brauchst – drei sinnvolle Module schlagen sieben halbgare.
Schritt 6: Testen
Klick unten links auf „Run once". Make wartet jetzt auf einen echten Trigger – also füll dein Formular einmal selbst aus. Nach ein paar Sekunden „flutschen" die Daten sichtbar durch die Module, und du siehst pro Modul ein kleines Zahlen-Badge mit „1 Operation".
Prüfe: Ist die Zeile in Sheets angekommen? Kam die Benachrichtigung? Wenn ja – Glückwunsch, dein erstes Szenario läuft.
[Screenshot: Erfolgreicher „Run once" mit grünen Häkchen und Operations-Badges an den Modulen]
Schritt 7: Aktivieren & Zeitplan setzen
Schalte das Szenario unten links von OFF auf ON. Bei Polling-Triggern stellst du das Intervall ein (z. B. alle 15 Minuten). Bei Instant/Webhook läuft es sofort bei jedem Eingang. Ab jetzt arbeitet Make für dich – auch wenn dein Rechner aus ist.
Häufige Anfänger-Fehler (und die Lösung)
- „Es passiert nichts." Szenario auf ON? Trigger richtig verbunden? Beim ersten Mal hilft „Run once" + manueller Test.
- Leere Felder in Sheets. Falsches Mapping – prüfe, ob die Datenchips wirklich im richtigen Feld sitzen.
- Doppelte Einträge. Polling-Intervall zu kurz oder Trigger erfasst Alt-Daten. Beim ersten Aktivieren fragt Make oft „ab wann?" – wähle „from now on".
- Credits verbrennen zu schnell. Trigger-Intervall erhöhen, Filter früh setzen (siehe unten), unnötige Module entfernen.
Der nächste Level: Filter & Router
Sobald die Basics sitzen, machen zwei Bausteine dein Szenario richtig stark:
- Filter (auf der Verbindungslinie zwischen zwei Modulen): lässt nur durch, was eine Bedingung erfüllt – z. B. „nur wenn Betreff = Anfrage". Setz Filter früh, dann laufen teure Folge-Module nur im Ernstfall.
- Router: teilt den Ablauf in mehrere Wege auf – „wenn Budget > 1000 → Pfad A, sonst → Pfad B".
Mehr fertige Workflow-Ideen zum Nachbauen findest du in unserem Automation-Überblick – und wenn du grundsätzlich überlegst, ob Make oder ein anderes Tool: lies Make.com Erfahrungen und den Vergleich n8n vs. Zapier.
Fazit
Ein Make-Szenario zu bauen ist kein Hexenwerk: Trigger wählen, Aktion anhängen, Daten mappen, testen, aktivieren. Wer das einmal verstanden hat, baut die nächste Automatisierung in fünf Minuten. Fang klein an – ein einziger nerviger, wiederkehrender Handgriff – und automatisier den. Der Rest kommt von allein.
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FAQ
Brauche ich Programmierkenntnisse für Make.com? Nein. Du verbindest fertige Module per Klick und Drag-and-drop. Für 95 % der Szenarien schreibst du keine Zeile Code.
Wie viele Module sollte mein erstes Szenario haben? Starte mit zwei bis drei. Trigger + eine Aktion reicht für den Anfang. Komplexität kannst du jederzeit nachrüsten.
Kostet das Üben etwas? Nein. Der Free-Tarif von Make enthält ein monatliches Credit-Kontingent, das zum Lernen locker reicht. Erst bei höherem Volumen brauchst du einen Bezahltarif. (Stand Juni 2026, bitte prüfen.)
Warum läuft mein Szenario doppelt / zu oft? Meist ein zu kurzes Polling-Intervall oder der Trigger erfasst beim Aktivieren Alt-Daten. Intervall erhöhen und beim Start „ab jetzt" wählen.
Wie spare ich Credits? Trigger seltener abfragen (oder Webhook statt Polling), Filter so früh wie möglich setzen und nur die Module einbauen, die du wirklich brauchst.
Zuletzt geprüft: Juni 2026. Die Make-Oberfläche und Tarife können sich ändern – im Zweifel die offizielle Hilfe prüfen.
Quellen: Make.com – Hilfe-Center · Make.com Pricing (Zapier-Blog)
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