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Stundensatz-Rechner für Selbstständige: Was musst du verlangen?

Der Stundensatz, der deine Kosten wirklich deckt — mit Urlaub, Krankheit und den Stunden, die dir niemand bezahlt.

Stundensatz berechnen

„Bezahlte Stunden“ sind nur die Stunden, die du Kunden berechnen kannst. Akquise, Angebote, Buchhaltung und Fahrten kosten Zeit, bringen aber kein Honorar.

Die Formel dahinter

Die Gründerplattform von KfW und Bundeswirtschaftsministerium bringt es auf eine Zeile: Kosten ÷ Arbeitszeit = Stundensatz. In die Kosten gehören nicht nur Büro, Software und Versicherungen, sondern auch dein privater Bedarf — Lebenshaltung, Steuern, Kranken- und Altersvorsorge. Als Angestellter hat das der Arbeitgeber mitbezahlt, als Selbstständiger steckt es in jedem Stundensatz.

Warum nicht 40 Stunden × 52 Wochen?

Das Jahr hat 365 Tage. Davon gehen 104 Wochenendtage ab, dazu Feiertage (bundesweit unterschiedlich, im Beispiel der Gründerplattform 11), Urlaub und Krankheit. Die Gründerplattform rechnet so mit 216 Arbeitstagen. Und selbst an diesen Tagen ist nicht jede Stunde bezahlt: Marketing, Angebote, Verhandlungen, Buchhaltung und Fahrten kosten Zeit, die dir niemand vergütet.

Beispiel der Gründerplattform

6.000 € monatliche Kosten (Betrieb netto plus privat brutto) geteilt durch 90 bezahlte Stunden im Monat ergeben 66,67 € netto. Mit 10 % Gewinnaufschlag (6,67 €) sind es 73,34 €. Darauf kommt die Umsatzsteuer — außer du bist Kleinunternehmer. Ob das für dich gilt, prüft der Kleinunternehmer-Rechner.

Die Voreinstellungen des Rechners oben sind genau dieses Beispiel: 216 Arbeitstage × 5 bezahlte Stunden = 1.080 Stunden im Jahr, also 90 im Monat. Trag deine eigenen Zahlen ein, und du siehst sofort, was sich ändert.

Und dann: der Markt

Der berechnete Satz ist deine Untergrenze. Die Gründerplattform empfiehlt, ihn am Markt zu spiegeln: Was nehmen andere in deiner Branche? Liegst du weit darunter, verschenkst du Geld; liegst du weit darüber, brauchst du ein klares Argument.

Häufige Fragen

Wie viele Stunden kann ich als Selbstständiger realistisch abrechnen?

Deutlich weniger als deine Arbeitszeit. Die Gründerplattform nennt Akquise, Angebote, Verhandlungen, Buchhaltung und Fahrten als unbezahlte, aber nötige Tätigkeiten — im Beispiel sind es 90 bezahlte Stunden im Monat.

Gehört die Einkommensteuer in den Stundensatz?

Ja. Rechne deinen privaten Bedarf inklusive Steuern und Absicherung. Eine Schätzung liefert unser Steuer-Rücklagen-Rechner.

Muss ich Umsatzsteuer auf den Stundensatz aufschlagen?

Ja, außer du bist Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Dann weist du keine Umsatzsteuer aus.

Quellen

Geprüft am 24.09.2026. Keine Steuer- oder Rechtsberatung — im Zweifel Steuerberatung oder Finanzamt fragen.

Stand: 24.09.2026 · Alle Werkzeuge

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