Transparenz: Einige Links hier sind Affiliate-Links – sie sind im Text klar mit (Affiliate) gekennzeichnet. Wenn du darüber buchst, bekommen wir eine Provision, du zahlst keinen Cent mehr. An self-hosted n8n verdienen wir nichts – kein Affiliate-Programm, keine Provision. Wir empfehlen es trotzdem überall dort, wo es technisch die bessere Wahl ist. Wenn wir dir sagen, du sollst den kostenlosen Weg nehmen, dann weil er für dich besser ist – nicht für uns.
Make.com vs n8n: Welche Automatisierung lohnt sich 2026 wirklich?
Kurzurteil (TL;DR)
Make.com und n8n lösen dasselbe Problem – Tools verbinden, ohne zu programmieren – aber mit komplett gegensätzlicher Philosophie. Make ist der polierte, visuelle SaaS-Baukasten: schnell startklar, schön, aber du zahlst pro einzelnem Modul-Schritt. n8n ist der Node-Editor für Leute, die Kontrolle wollen: Open Source, du zahlst pro ganzem Workflow-Lauf – oder hostest selbst für quasi nichts.
- Nimm Make, wenn du nicht-technisch bist, schnell sichtbare Ergebnisse willst, deine Workflows überschaubar sind und du keinen Server anfassen möchtest.
- Nimm n8n, wenn du viele oder komplexe Workflows fährst, eigenen Code/KI-Logik einbauen willst, Datenschutz dich umtreibt – oder du schlicht Geld sparen willst und einen kleinen Server bedienen kannst.
Faustregel: Unter ~10 simplen Automatisierungen und ohne Technik-Affinität → Make. Sobald es viel, komplex oder datenschutzkritisch wird → n8n (am liebsten self-hosted).
Alle Preise: Stand Juni 2026, bitte vor Buchung selbst prüfen – beide Anbieter ändern ihre Modelle regelmäßig.
Die zwei Philosophien
Bevor wir über Preise reden, musst du verstehen, dass das hier kein „A ist besser als B"-Vergleich ist. Es sind zwei grundverschiedene Denkweisen.
Make.com ist ein klassisches SaaS-Produkt aus der Tschechischen Republik (früher Integromat). Du loggst dich ein, ziehst auf einer Leinwand bunte runde Module zusammen, verbindest sie mit Linien, und ein Workflow – bei Make „Szenario" genannt – entsteht. Alles läuft auf den Servern von Make. Du musst nichts installieren, nichts warten, nichts updaten. Dafür bist du im Abo-Modell gefangen und zahlst nach Verbrauch. Make ist gebaut für Leute, die ein Problem lösen wollen, ohne über Infrastruktur nachzudenken.
n8n (gesprochen „n-eight-n", für „nodemation") aus Berlin ist Open Source. Der Kern ist quelloffen und du kannst ihn auf deinem eigenen Server betreiben – kostenlos, ohne Limit bei den Ausführungen. Workflows baust du aus rechteckigen „Nodes", die du von links nach rechts verkettest. Wer keinen Server betreiben will, nimmt n8n Cloud, die gehostete Variante. n8n ist gebaut für Leute, die Kontrolle, Flexibilität und im Zweifel Code wollen.
Kurz gesagt: Make verkauft dir Bequemlichkeit. n8n verkauft dir Freiheit. Was du brauchst, hängt davon ab, wer du bist.
Bedienung & Lernkurve
Hier gewinnt Make – aber nicht so klar, wie früher.
Make ist visuell unschlagbar. Die Module sind rund, farbig, selbsterklärend. Du siehst sofort, wie die Daten fließen. Wenn du noch nie automatisiert hast, bist du bei Make in einer Stunde produktiv. Die Fehlersuche ist angenehm: Du klickst auf ein Modul und siehst exakt, welche Daten rein- und rausgegangen sind. Für die ersten Schritte gibt's bei uns eine eigene Anleitung zum Workflow-Erstellen.
n8n hat eine steilere Lernkurve – aber sie ist überschaubar geworden. Die Node-Logik ist etwas technischer, du stolperst früher über Begriffe wie „JSON", „Expressions" oder „Items". Wer aus der Entwickler-Ecke kommt, fühlt sich sofort wohl. Wer das nicht tut, braucht ein paar Abende. Der Gewinn danach: n8n lässt dich Dinge tun, an denen Make-Nutzer verzweifeln – verschachtelte Schleifen, eigene Code-Schnipsel, saubere Fehlerbehandlung.
Ehrliches Fazit: Für die ersten zwei Wochen ist Make angenehmer. Ab dem Moment, wo deine Workflows komplexer werden, dreht sich das Bild – dann nervt Make mit Einschränkungen, und n8n fühlt sich plötzlich befreiend an.
Preismodell im Detail – hier liegt der eigentliche Unterschied
Das ist der Abschnitt, der über deine monatliche Rechnung entscheidet. Lies ihn zweimal.
Make: Du zahlst pro Modul-Schritt (Credits)
Seit dem 27. August 2025 rechnet Make in Credits statt der früheren „Operations" ab. Die Logik ist aber dieselbe geblieben und entscheidend: Jeder einzelne Modul-Schritt kostet. Bei Standard-Automationen gilt 1 Modul-Lauf = 1 Credit. KI-bezogene Schritte können mehr kosten.
Heißt konkret: Ein Workflow mit 8 Modulen verbraucht bei einem Durchlauf 8 Credits. Läuft dieser Workflow 1.000-mal im Monat, sind das 8.000 Credits – und plötzlich kratzt du am Limit deines Plans.
Die Make-Pläne (Stand Juni 2026, bitte prüfen):
- Free – 0 €, ca. 1.000 Credits/Monat, 2 aktive Szenarien
- Core – ca. 9 USD/Monat, ca. 10.000 Credits
- Pro – ca. 16 USD/Monat, ca. 10.000 Credits + Priority Execution, Custom Variables, volles Log
- Teams – ca. 29 USD/Monat, Team-Rollen
- Enterprise – individuell
Jahreszahlung spart rund 15 %. Klingt günstig im Einstieg – aber das Credit-Modell skaliert gegen dich, je mehr Module deine Workflows haben.
n8n: Du zahlst pro ganzem Workflow-Lauf (Execution)
n8n rechnet fundamental anders ab: pro Execution – also pro ganzem Workflow-Durchlauf, egal wie viele Nodes drinstecken. Ein Workflow mit 8 Nodes, der einmal läuft, ist eine Execution. Nicht acht. Das ist der ganze Trick.
n8n Cloud (Stand Juni 2026, bitte prüfen):
- Starter – ca. 24 €/Monat, ca. 2.500 Executions
- Pro – ca. 60 €/Monat, ca. 10.000 Executions
- Business – ca. 800 €/Monat, ca. 40.000 Executions + SSO
- Enterprise – individuell, unlimitiert
Seit April 2026 gibt es bei n8n auf allen Plänen keine Limits mehr für aktive Workflows – du zahlst nur noch nach Executions. Einen dauerhaft kostenlosen Cloud-Plan gibt es nicht, aber eine 14-Tage-Testphase ohne Kreditkarte.
Der Joker: n8n self-hosted = quasi kostenlos
Die Community Edition von n8n ist komplett gratis – unbegrenzte Executions, alle Integrationen, kein Abo. Du zahlst nur für den Server, auf dem es läuft: ein kleiner VPS für rund 5–10 €/Monat reicht für die meisten Setups locker. Dafür musst du den Server selbst aufsetzen, absichern und updaten – ein bis zwei Stunden Einarbeitung, danach läuft es.
An dieser Variante verdienen wir nichts. Wir nennen sie trotzdem zuerst, weil sie für viele schlicht die wirtschaftlich vernünftigste Lösung ist.
Beispielrechnung: das Szenario, das den Unterschied zeigt
Nehmen wir einen realistischen Workflow, wie ihn ein kleines Unternehmen fährt:
Szenario: Neue Lead-Einträge aus einem Formular sollen verarbeitet werden. Pro Lead: Daten prüfen → in Google Sheets schreiben → in CRM anlegen → Slack-Nachricht senden → Bestätigungs-Mail raus → Tag in der Mailingliste setzen. Das sind 6 Schritte. Es kommen 3.000 Leads pro Monat rein.
Bei Make: 6 Module × 3.000 Durchläufe = 18.000 Credits/Monat. Der Core-Plan mit 10.000 Credits reicht nicht. Du musst auf einen größeren Plan oder Credit-Pakete nachkaufen. Deine Rechnung steigt spürbar – und wächst mit jedem zusätzlichen Modul, das du einbaust.
Bei n8n Cloud: 3.000 Leads = 3.000 Executions, völlig egal, ob der Workflow 6 oder 16 Schritte hat. Der Starter-Plan (2.500 Executions) ist knapp dran, der Pro-Plan deckt es locker. Eine Position, kein Skalierungs-Schock durch zusätzliche Schritte.
Bei n8n self-hosted: 3.000 Executions = 0 € extra. Du zahlst nur deinen ~5–10-€-Server. Selbst bei 30.000 Leads im Monat würde sich daran nichts ändern.
Das ist der Kern: Make bestraft komplexe Workflows. n8n bestraft sie nicht. Je mehr Schritte und je höher das Volumen, desto deutlicher kippt die Rechnung Richtung n8n – und Richtung Self-Hosting erst recht.
Flexibilität & Funktionen
Integrationen: Make hat mehr fertige App-Anbindungen out of the box – das ist ihr Heimvorteil als reines SaaS. n8n hat etwas weniger native Integrationen, gleicht das aber durch einen generischen HTTP-Node aus, mit dem du jede API ansprechen kannst. Für Standard-Tools: Gleichstand. Für exotische APIs: n8n.
Code: Hier ist n8n klar vorn. Du kannst in jedem Workflow JavaScript- oder Python-Schnipsel einbauen, eigene Funktionen schreiben, Daten frei transformieren. Make hat zwar Tools für Datenmanipulation und ein paar Code-Funktionen, aber es bleibt bewusst „no-code-first". Wenn du jemals „das geht hier nicht" denkst, ist das bei Make häufiger der Fall.
KI-Nodes: Beide haben aufgerüstet. n8n hat einen starken Fokus auf KI-Agenten und LangChain-artige Nodes – wer KI-Workflows baut, findet hier mehr Tiefe und Kontrolle. Make bietet KI-Module ebenfalls, lässt sich diese aber im Credit-Modell teils teurer bezahlen.
Kontrolle: Mit self-hosted n8n gehören Workflows, Logs und Daten dir. Bei Make liegt alles in deren Cloud.
DSGVO & EU-Hosting
Für deutsche und EU-Unternehmen ist das oft der entscheidende Punkt.
n8n self-hosted ist die sauberste Antwort, die es gibt: Die Daten verlassen deinen Server nie. Du bestimmst Standort (z. B. ein deutscher oder EU-Anbieter), Verschlüsselung und Löschfristen. Für sensible Daten – Gesundheit, Finanzen, Personaldaten – ist das schwer zu schlagen. Mehr dazu in unserem Überblick zu DSGVO-konformen Zapier-Alternativen.
n8n Cloud wird in der EU gehostet und ist damit ebenfalls eine gute DSGVO-Basis – mit dem Komfort, dass du keinen Server betreiben musst.
Make bietet eine EU-Region an, in der deine Daten innerhalb der EU verarbeitet werden, plus einen AV-Vertrag (DPA). Das ist DSGVO-tauglich – aber die Daten laufen weiterhin durch die Infrastruktur eines externen Anbieters. Für die meisten Marketing- und Vertriebs-Workflows reicht das. Bei wirklich sensiblen Daten gibt dir nur Self-Hosting die volle Hoheit.
Klartext: Make EU-Region = ordentlich und für den Normalfall ausreichend. n8n Cloud EU = ebenfalls solide. n8n self-hosted = maximale Kontrolle, wenn Datenschutz geschäftskritisch ist.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Make.com | n8n |
|---|---|---|
| Bedienung | Sehr einfach, visuell, schnell startklar | Steiler, aber mächtiger; technischer |
| Preismodell | Credits – pro Modul-Schritt (seit Aug 2025) | Executions – pro ganzem Workflow-Lauf |
| Self-Hosting | Nein | Ja, kostenlos (Community Edition) |
| DSGVO | EU-Region + DPA verfügbar | Self-hosted = volle Hoheit; Cloud EU-gehostet |
| Integrationen | Mehr native Apps out of the box | Etwas weniger nativ, aber HTTP-Node für alles + viel Code/KI |
| Einstiegspreis | Free-Plan, dann ab ca. 9 USD/Monat | Cloud ab ca. 24 €/Monat; self-hosted ~5–10 €/Monat Server |
| Ideal für | Nicht-technische Nutzer, schneller Start, überschaubare Workflows | Power-User, komplexe/viele Workflows, Code, Datenschutz, Kostenkontrolle |
Alle Werte: Stand Juni 2026, bitte prüfen.
Für wen welches?
Nimm Make, wenn … - du noch nie automatisiert hast und schnell Ergebnisse willst - deine Workflows wenige Module haben und das Volumen moderat ist - du dich auf keinen Fall mit einem Server beschäftigen willst - dir ein hübsches, aufgeräumtes Interface wichtig ist
👉 Make.com kostenlos testen (Affiliate) – starte mit dem Free-Plan, du musst nichts zahlen, um es auszuprobieren. Wie es sich im Alltag schlägt, liest du in unseren Make.com Erfahrungen.
Nimm n8n Cloud, wenn … - du Flexibilität und Code willst, aber keinen Server betreiben magst - du viele Schritte pro Workflow hast (Execution-Abrechnung spart dir Geld) - EU-Hosting ohne eigenen Aufwand dir reicht
👉 n8n Cloud testen (Affiliate) – 14 Tage kostenlos, keine Kreditkarte nötig.
Nimm n8n self-hosted, wenn … - du Geld sparen willst und einen kleinen VPS bedienen kannst - Datenschutz geschäftskritisch ist - du hohes Volumen oder sehr viele Workflows fährst
👉 n8n self-hosted ist komplett kostenlos (nur ~5–10 €/Monat Serverkosten). Daran verdienen wir nichts – wir empfehlen es trotzdem, weil es für viele schlicht die beste Wahl ist.
Wann sich keines lohnt: Wenn du nur eine Handvoll simpler Zwei-Schritt-Automatisierungen brauchst (z. B. „neue Mail → Eintrag in Tabelle"), ist beides überdimensioniert. Dann reicht oft ein günstigeres oder kostenloses Tool. Und wenn du eigentlich Zapier kennst und nur wechseln willst, lies erst unseren Vergleich n8n vs Zapier – vielleicht ist gar kein Umzug nötig.
Fazit
Es gibt keinen Sieger, nur einen passenden. Make ist die richtige Wahl, wenn Bequemlichkeit und Geschwindigkeit über allem stehen und deine Workflows klein bleiben. Sobald es aber ernst wird – viele Schritte, hohes Volumen, eigener Code, harte Datenschutzanforderungen – arbeitet das Credit-Modell von Make gegen dich, und n8n zieht davon. Wer technisch nur ein bisschen mutig ist, fährt mit n8n self-hosted am günstigsten und behält die volle Kontrolle über seine Daten.
Unsere ehrliche Empfehlung: Starte mit Make, wenn du Anfänger bist und schnell etwas Laufendes sehen willst. Plane n8n ein, sobald du merkst, dass deine Automatisierungen wachsen. Und scheu dich nicht vor self-hosted n8n – die Einarbeitung ist kürzer, als sie aussieht, und sie zahlt sich aus.
FAQ
Ist n8n wirklich komplett kostenlos? Die Community Edition (self-hosted) ja – unbegrenzte Executions, alle Integrationen, kein Abo. Du zahlst nur den Server, auf dem es läuft (ca. 5–10 €/Monat). n8n Cloud ist dagegen kostenpflichtig, ab ca. 24 €/Monat (Stand Juni 2026, bitte prüfen).
Warum kann Make teurer werden als n8n, obwohl der Einstieg billiger ist? Weil Make pro Modul-Schritt abrechnet (Credits) und n8n pro ganzem Workflow-Lauf (Execution). Ein Workflow mit 6 Schritten kostet bei Make pro Durchlauf 6 Credits, bei n8n nur 1 Execution. Bei vielen Schritten und hohem Volumen läppert sich das bei Make stark.
Was ist der Unterschied zwischen Credits und Executions genau? Ein Credit = ein einzelner Modul-Schritt bei Make. Eine Execution = ein kompletter Durchlauf eines n8n-Workflows, egal wie viele Nodes drin sind. Das ist der wichtigste Unterschied zwischen beiden Tools.
Welches Tool ist DSGVO-konformer? Self-hosted n8n gibt dir die volle Datenhoheit, weil die Daten deinen Server nie verlassen – das ist die sicherste Variante. Make bietet eine EU-Region mit AV-Vertrag, was für die meisten Standardfälle ausreicht. n8n Cloud wird ebenfalls in der EU gehostet.
Brauche ich Programmierkenntnisse für n8n? Für den Einstieg nein – die Grundfunktionen klickst du wie bei Make zusammen. Code (JavaScript/Python) kannst du einbauen, musst es aber nicht. Für self-hosted brauchst du ein bisschen Grundwissen, um einen Server aufzusetzen – das ist aber in ein, zwei Stunden lernbar.
Zuletzt geprüft: Juni 2026. Alle Preise und Plan-Details sind Momentaufnahmen und können sich ändern – bitte vor einer Buchung direkt beim Anbieter prüfen.
Quellen: - Make.com Pricing 2026 – Zapier - n8n Pricing 2026: All Plans + Free Tier – ConnectSafely - n8n Pricing 2026 – No Code MBA - The Real Cost of Self-Hosting n8n in 2026 – ExpressTech
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